A. Zwiller
Portrait Nissen
A. Zwiller

 

Jedes Jahr werden im Nordfriesland Museum. Nissenhaus Husum etwa vier bis fünf Sonderausstellungen gezeigt, die sich mit dem vielfältigen Kultur- und Naturraum Nordseeküste beschäftigen. Die Themen reichen von Malerei über Grafik, Plastik oder Fotografie bis hin zu kulturhistorischen Themen

Die Ausstellungen werden von der Nord-Ostsee Sparkasse unterstützt.

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www.nospa.de

 

Ausstellungsprogramm 2017

28. Mai bis 29.Okt.2017
Ludwig Nissen (1855 – 1924)
Abenteuer eines Lebens. Husum-New York

Zur Ausstellung gibt es eine eigene Homepage, bitte klicken Sie auf den folgenden Link:
www.ludwig-nissen.de

Das Nordfriesland Museum. Nissenhaus in Husum thematisiert in seiner nunmehr achtzigjährigen Geschichte in einer großen Sonderausstellung das facettenreiche Leben seines Museumsgründers Ludwig Nissen (1855 – 1924).

Als Sechszehnjähriger verließ Ludwig Nissen 1872 seine Heimatstadt Husum und brach über die Hafenstadt Hamburg in die „Neue Welt“ – nach New York auf. Sein Lebenslauf verwirklicht lupenrein den Traum vieler Einwanderer eines Aufstiegs vom Tellerwäscher zum Millionär. Die Firma Ludwig Nissen & Co. wurde zu einem der führenden Edelstein- und Perlenimporteure der USA und der Firmengründer zum typischen Selfmade Millionaire.

Bereits zu Lebzeiten verkündete Ludwig Nissen die Absicht, in Husum ein „Volkshaus“ mit Bibliothek, Museum und Kunstgalerie bauen zu lassen. Den Bau und die Einweihung des dreistöckigen Museumsgebäudes erlebte der Namensgeber nicht mehr. Ludwig Nissen starb 1924 in New York.

Die Sonderausstellung in Kooperation mit Dr. Paul-Heinz Pauseback, Leiter des Auswandererarchivs im Nordfriisk Instituut Bredstedt, zeigt nicht nur Teile aus Nissens Sammlung zeitgenössischer amerikanischer und europäischer Kunst, sondern führt vielmehr in das berufliche wie private Leben des Selfmade Mans ein.
Einzelne Stationen der Ausstellung beleuchten seine Anfänge in der „Neuen Welt“ als Schuhputzer, Fleischer und Restaurantbetreiber in Manhattans bekanntem Einwandererviertel „Little Germany“, seinen beruflichen Aufstieg in die anglo-amerikanische Mittel- und Oberschicht Brooklyns und zuletzt in die exklusiven Kreise der New Yorker Wirtschaftselite.
Dass mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs und nicht zuletzt mit dem Kriegseintritt der USA am 6. April 1917 auf den Deutsch-Amerikaner Nissen neue Herausforderungen zukamen und seine bislang durchgehende Erfolgsgeschichte auf die Probe stellten, wird in dieser Ausstellung ebenso thematisiert wie seine vielfältigen Aktivitäten in Vereinigungen und Interessenverbänden wie beispielsweise der Manufacturers Association, der Ludwig Nissen als Vor-standsmitglied und zeitweilig auch als Präsident vorstand.

Ein Dokumentarfilm der Regisseurin Martina Fluck ergänzt im Museumskino die Ausstellung. Nicht zuletzt will die umfangreiche Schau auch ein Bild der Stadt New York jener Zeit zeichnen: New York als Hotspot von Einwanderung und Integration, zwischen Bürgerkrieg und Weltwirtschaftskrise, als aufsteigende schillernde Weltmetropole, die niemals schläft. Somit zeigt die Ausstellung repräsentativ an der Biografie Ludwig Nissens, wie erfolgreiche Integration aussehen kann – gerade vor dem Hintergrund der gegenwärtigen gesellschaftlichen Veränderungen erscheint daher diese Ausstellung aktueller denn je.

Trailer zum Film von Martina Fluck
www.yucca-filmproduktion.de/news.html#nissen

 

19. November bis 18. Februar 2018
64. Landesschau des BBK Schleswig-Holstein in Husum

Die Landesschau des Bundesverbandes Bildender Künstler / Landesverband Schleswig-Holstein zeigt jährlich immer zum Jahreswechsel die Arbeiten ihrer Mitglieder und Gäste.
Zum Konzept dieser jurierten Ausstellung gehört es, nicht nur ein Werk der schleswig-holsteinischen Kunstszene zu liefern, die das Nebeneinander der unterschiedlichen Generationen miteinschließt, sondern auch die Schau an wechselnden Ausstellungsorten zu zeigen, um somit die hiesige Kunst auch in den unterschiedlichsten Regionen des Landes zu präsentieren. Eine Jury wählt vorab die Arbeiten aus – ein repräsentativer Querschnitt von Künstlerinnen und Künstlern der nördlichsten Region Deutschlands in ihrer ganzen Vielfalt ist somit gegeben.
Nach 20 Jahren ist die 64. Landesschau wieder in Husum zu Gast und präsentiert sich an zwei Ausstellungsorten: zum einen im Nordfriesland Museum. Nissenhaus und zum anderen im Schloss vor Husum. Eröffnet wird die Landesschau am Sonntag, dem 19. November 2017 und wird bis zum 18. Februar 2018 in den Häusern des Museumsverbundes Nordfriesland zu sehen sein. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Nähere Infos unter: www.bbk-schleswig-holstein

 

Alle Termine unter Vorbehalt,
Änderungen möglich.